Zum Gedenken an † Dr. Engelbert Felten

08.09.1954 – 03.03.2019
Foto: Felixianum Trier

Mit großer Bestürzung erhielten wir die Nachricht vom plötzlichen Heimgang unseres langjährigen Hausgeistlichen Dr. Engelbert Felten. Seit 1986 feierte er Tag für Tag mit uns die hl. Messe – 33 Jahre lang, in beeindruckender Treue.

Seine Freude am Glauben, sein Engagement für die Kirche, seine tiefgründigen Sonntagspredigten und täglichen lebensnahen Impulse, sein tiefer Sinn für Kunst, Musik und Literatur, sein freudiger Gesang, sein aufrichtiges Interesse am Leben unserer Gemeinschaft und jeder einzelnen Schwester, und in alledem seine Treue als Priester werden uns unvergesslich bleiben. Wir danken Gott für sein Leben und auch dafür, dass Er ihn uns so lange zur Seite gestellt hat.

Engelbert Felten wurde am 8. September 1954 geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern in Kenn bei Trier auf und fand schon früh in seinem Leben Freude am kirchlichen Leben und vor allem an der Musik. Früh verlor er seine Mutter und einen seiner Brüder. Im Glauben fand er Trost und Halt. Aber nicht nur um Trost und Halt ging es ihm im Glauben, er wollte sich von ganzem Herzen engagieren für Gottes neue Welt, die Botschaft des Evangeliums den Menschen verkünden. So entschloss er sich, Priester zu werden. 1980 wurde er im Trierer Dom geweiht. Danach war er zwei Jahre Kaplan in Boppard und von 1982 bis 1986 Religionslehrer am Staatlichen St. Matthias-Gymnasium in Gerolstein. Im September jenen Jahres begann er seine Tätigkeit als Hausgeistlicher bei uns im Kloster. 1987 machte er eine Zusatzausbildung in Homiletik und erhielt vorübergehend einen Lehrauftrag an der Universität Würzburg. Von 1988-1998 wurde er zum Lehrbeauftragten für Homiletik an der Theologischen Fakultät Trier und am Institut für Pastoralpsychologie und Homiletik des Bischöflichen Priesterseminars Trier ernannt. Seit 1994 war er nebenamtlicher Referent für die Priesterfortbildung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. 1996 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert, 1998 zum Dozenten ernannt. Vom Jahr 2000 bis 2015 leitete er – meist von Trier aus – das theologisch-pastorale Institut der Bistümer Mainz, Limburg und Trier. Nach Beendigung dieses Dienstes übernahm er seelsorgliche Aufgaben als Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Waldrach. Zudem war er an der noch jungen Idee des Orientierungs- und Sprachenjahres des Felixianums in Trier als Mitglied des Seminarkollegiums  von Anfang an beteiligt und hat dort in Bibelschulungen segensreich gewirkt. 

Alle diese Tätigkeiten hinderten Herrn Dr. Felten nicht daran, täglich mit uns die hl. Messe zu feiern – bis auf kleinere Unterbrechungen. Die morgendliche Eucharistiefeier und die Schriftlesung eine halbe Stunde zuvor in der Sakristei waren ihm als Quelle und Nahrung für sein Glauben und Handeln äußerst wichtig. Mit unglaublicher Beständigkeit hielt er diesen täglichen Rhythmus ein. Das spürten wir nicht zuletzt in der Art, wie er die hl. Messe feierte: ganz dabei, mit immer aktuellen Impulsen, mit Freude am Gotteslob und einem Herzen, das für die Nöte der Menschen schlug. Wir werden ihn sehr vermissen.

Möge er ruhen in Frieden und leben in Gottes neuer Welt.

Die Beerdigung findet am Freitag, 15. März um 13.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Trier statt, anschließend Sterbeamt in der Jesuitenkirche Trier.

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